Rassestandard

URSPRUNG : Spanien.

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES :

26. 05. 1982.

VERWENDUNG : Das wirkliche Wesen der Rasse kommt bei der Beaufsichtigung der Herden zum Ausdruck. Der Hund folgt nicht nur en Anweisungen des Schäfers, sondern ist darüber hinaus in vielen Fällen fähig, eigene Entscheidungen zu treffen. Er lenkt die Herde mit wunderbarer Leichtigkeit so, dass sich kein Tier von den anderen trennt. Sein großer Mut und seine Tapferkeit lassen auch seine Verwendung für Wachaufgaben zu. Aufgrund seiner Größe, seines schönen Pelzes, seiner Intelligenz und seiner großen Treue seinen Herren gegenüber kann er auch ein vorzüglicher Begleithund sein.

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Der katalanische Schäferhund stammt aus den katalanischen Pyrenäen und hat sich aufgrund seiner üblichen Funktion, nämlich der Führung der Herden, in alle sonstigen katalanischen Hirtengebiete verbreitet.

 ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Er ist ein wohlgestalteter Hund mittlerer Größe und mit schönem Pelz.

WICHTIGE PROPORTION: Er ist etwas länger als hoch, ungefähr im Verhältnis 9 zu 8.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Sehr zurückhaltender, lebhafter und intelligenter Hund, mit edlem Blick, schätzenswertem, derbländlichem Wesen, dem Schäfer und der ihm anvertrauten Herde aufopfernd ergeben. Fremden nährt er sich nicht, was ihn gelegentlich unzugänglich erscheinen lässt. Er ist sehr wachsam. Sehr widerstandsfähig gegen Hitze, Kälte und alle Unbilden des Wetters. Die einfachste Nahrung reicht ihm aus, um unter den genannten harten Bedingungen zu arbeiten.

KOPF : Starker Kopf, leicht konvex und breit an der Basis ohne deshalb schwer auszusehen in gutem Verhältnis zum übrigen Körper stehend.

HALS : Kräftig, stark, muskulös, eher kurz aber in einem Maße, dass eine gute Beweglichkeit gewahrt bleibt. Gut in die Schultern gefügt.

RUTE : Eher tief angesetzt. Sie kann lang (leicht über das Sprunggelenk hinab reichend) oder kurz (nicht über 10 cm) sein. Es gibt schwanzlose Exemplare und bei arbeitenden Hunden wird die kupierte Rute zugelassen. In der Ruhe wird die Rute herabhängend getragen, im unteren ende dergestalt gekrümmt, dass die „Säbelrute“ zulässig ist. In der Bewegung hebt sie sich freudig, ohne jemals auf dem Rücken einzurollen. Sie ist von reichlich, weich gewelltem Haar bedeckt.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND :

Allgemeines: Die Vordergliedmaßen sind kräftig, trocken, gerade und von vorne und der Seite gesehen gut im Lot. Der Ellbogen befindet sich etwa auf mittlerer Höhe zwischen Erdboden und Widerrist.

Schultern : Muskulös und kräftig, leicht schräg.

Winkel Schulter-Oberarmknochen: Man darf ihn auf ca. 110° veranschlagen.

Oberarm : Kräftig und muskulös, mit parallel liegenden Ellbogen, weder eng noch offen, gut am Körper anliegend.

Unterarm : Senkrecht, kräftig, gut für die Arbeit geeignet.

HINTERHAND :

Allgemeines: Kräftig, muskulös, gut im Lot, Kraft und Beweglichkeit ausdrücken.

GANGWERK : Weich, schäferhundtypisch. Nur im weiten Geläuf verfällt der Hund in den Galopp; im Ring ist deshalb die typische Gangart der kurze Trab, in einer Ausprägung wie sie allen afterkrallentragenden Hunden zu eigen ist.

HAUT : Eher dick. An Körper und Kopf gut straff anliegend. Gut pigmentiert.

HAARKLEID

HAAR : Lang, glatt oder sehr leicht gewellt. Rauh. Reiche Unterwolle, besonders im hinteren Körperdrittel. Am Kopf bildet es Kinn- und Schnurrbart, Tolle und Augenbrauen, die jedoch nicht die Augen verdecken. Rute ebenso wie die Gliedmaßen gut mit Haaren bewachsen.

Man beachte, dass sich während des Haarwechsels ein typisches Phänomen zeigt : er vollzieht sich in zwei Phasen. Zuerst wechselt das Haar der vorderen Körperhälfte, so dass es aussieht, als handele es sich um zwei Hundehälften mit unterschiedlichem Fell. In einer zweiten Phase wechselt das Haar der hinteren Hälfte, was den Ausgleich herstellt.

FARBE : Aus der Ferne gesehen erscheinen die Hunde einfarbig; an den Extremitäten (Pfoten) können hellere Farbnuancen auftreten. Aus der Nähe betrachtet bemerkt man, dass die Farbe durch ein Gemenge unterschiedlicher Töne zustande kommt : Lohfarben, graubraun mit oder weniger rot, grau weiß oder schwarz. Die ergebenden Grundfarben sind:

                        Lohfarbe : Mit den Abstufungen hell, mittel und dunkel.

                        Sandgelb (Arena): Stehend aus grauen ,weißen und schwarzen Haaren, ebenfalls in drei Nuancen: hell, mittel und dunkel.

                        Grau : Bestehend aus weißen, grauen und schwarzen Haaren, in Nuancen von silbergrau bis grauschwarz. Wenn Schwarz vorherrscht und es nur mit weißen Haaren vermischt ist; erhält man ein reifgraues Schwarz.

Es gibt auch Exemplare mit einem Gemenge von schwarzen, lohfarbenen und rötliche-sand-gelben Haaren; letztere können an einigen Stellen vorherrschen und so den Eindruck schwarz-brandmarkener Exemplare hervorrufen. Schwarze oder weiße Flecken sind nicht zugelassen. Manchmal toleriert man einige kleine Grüppchen weißer Haare in der Form eines Bruststerns

GRÖSSE:

Widerristhöhe : Rüden : von 47 bis 55 cm.

Hündinnen: von 45 bis 53 cm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gos-datura  |  k.reitinger@t-online.de/ 02595-1502